Schulstart – David4 Minuten Lesezeit

Schulstart – David4 Minuten Lesezeit

Bei mir sieht der Anfang definitiv etwas turbulenter aus als bei Christina, aber ich hab deshalb nicht weniger Spaß. Vielleicht sogar genau deshalb etwas mehr.

Mein Mentor, der erst jetzt im Sommer eingestellt wurde und aus England kommt, hatte noch bevor wir in den USA waren leider sein Visum abgelehnt bekommen und daher war nicht klar wann er denn letztendlich nach Redding kommen würde. Mittlerweile hatte er noch einen Termin bei einer anderen Botschaft und wurde wieder abgelehnt. Jetzt ist aber ein Anwalt mit eingeschaltet, der noch weiter Unterlagen zusammengestellt hat, die helfen sollen das Visum zu bekommen. Der nächste Termin ist für den 11. Oktober angesetzt und wir hoffen, dass dann alles klappt. Wer möchte darf das Ganze auch gerne im Gebet begleiten. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten.

Die Situation ist zwar unangenehm und hat uns als Team hier schon ganz schön ins schwimmen gebracht. So ohne Pastor eine Revival Group zu leiten konnte sich dann doch keiner von uns vorstellen. Wir hatten dann einen Termin mit einer unserer Schulleiterinnen, dort hat sie uns eine Pastorin, die früher in der Schule war und jetzt in einem andern Bereich arbeitet vorgestellt, die für den Übergang aushelfen sollte. Gleichzeitig haben sie noch versucht jemanden einzustellen, der entweder als Co-Pastor über das Jahr bei uns bleibt oder im Notfall die Gruppe komplett übernimmt. Ein paar Tage später war dann auch jemand gefunden. Genau gesagt, einen Tag bevor unsere Studenten kamen. Perfektes Timing also. Aber damit dann auch nicht genug. Seit diesem Tag haben unser Team schon zwei weitere Mitarbeiter verlassen, aber glücklicherweise konnten wir das mit Freiwilligen Mitarbeitern etwas abfangen.

Da waren sie dann also, die ersten Studenten am ersten Tag. Es ist echt spannend jetzt auf der anderen Seite zu stehen und sich noch daran zu erinnern wie es für einen selbst war vor zwei Jahren in der selben position gewesen zu sein und was in der Zwischenzeit alles mit uns passiert ist. Es macht echt Spaß die Studenten kennenzulernen und mit ihnen durch die Prozesse zu gehen, die sie jetzt schon durchgehen. Als wir für unser erstes Jahr hergekommen sind und uns jeder erzählt hat wie toll sie doch finden, dass wir hier sind und wie gern sie uns jetzt schon haben war das irgendwie schwer zu glauben und wir hatten das als “typisch Amerikaner” oder so abgestempelt. Aber jetzt wo wir diejenigen sind, die auf ihre Studenten gewartet haben uns sich freuen, dass sie endlich da sind, kommt mir das doch echt glaubwürdig vor. Irgendwas ist in mir passiert, dass ich sobald ich die ersten Bilder von ihnen gesehen hab mich sofort “verliebt” habe. Ist echt spannend…

Also auch wenn es viel Arbeit und bei mir echt stellenweise viel Chaos ist macht es uns wirklich Spaß und ich bin froh, dass ich jetzt dort gelandet bin obwohl ich in diesem Bereich eigentlich nie sein wollte. Mein Aufgabengebiet ist auch etwas anders als Christinas. Neben der Betreuung von Studenten kümmere ich mich auch noch um das Organisatorische, wie Termine mit den Pastoren für Studenten planen, erstellen von allen möglichen Tools für unser Team um das Arbeiten leichter zu machen, nahezu die komplette Email Kommunikation mit den Studenten und wöchentliche Emails zu aktuellen Dingen in der Schule

Mittlerweile waren wir auch schon auf Retreat, das sind drei Tage, die wir in unserem Fall auf einer Freizeitranch verbracht haben. Diese Zeit wird genutzt, dass sich die Studenten näher kennenlernen und eine Verbindung aufbauen und gleichzeitig um die Vision für das Jahr zu setzen. Dieses Jahr war ja nun schon das dritte mal, dass ich das mitgemacht habe und ich muss sagen: keine der Gruppen mit der ich bisher auf Retreat war hat sich so schnell zu einer Einheit zusammengefunden und war so füreinander da wie die Gruppe dieses Jahr. Ich bin echt gespannt wo wir als Gruppe mit Gott in den nächsten acht Monaten noch hingehen werden.

Auch meine zwischenzeitliche Mentorin wird einen Mission-Trip leiten und so wie es aussieht werde ich mit ihr nach England gehen. Vieles in der Schule ist dieses Jahr anders und so wohl auch für uns. So wie es aussieht bedeutet das, dass wir nicht nur mit unterschiedlichen Mentoren arbeiten sondern auch auf verschiedene Einsätze gehen werden. Dazu aber dann mehr sobald alles feststeht.

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