Das Ende… oder doch nur ein weiterer Anfang?5 Minuten Lesezeit

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Das Ende. Ein Rückblick!

Nun ist es also zu Ende. Ein Jahr, genauer gesagt 252 Tage voller intensiver Erlebnisse mit Gott und anderen Menschen und auch mit uns selbst. Es fällt mir heute, fast einen Monat nach der Graduation immer noch schwer das ganze in Worte zu fassen… Irgendwie verging die ganze Zeit wie im Flug. Ich weiß noch genau wie es sich angefühlt hat die Wohnung zuhause das letzte Mal abzuschließen und dann von unseren Freunden an den Bahnhof gebracht zu werden. Der Start ins ungewisse, einfach nur Gottes Ruf folgen, keine feste Wohnung oder Zimmer zu haben wenn wir ankommen, nicht zu wissen ob wir an alles gedacht haben. Als wir dann in Redding ankamen ging alles ganz schnell, wir haben innerhalb von ein paar Tagen ein schönes Zimmer gefunden in dem wir für das Jahr bleiben konnten und wir wurden von einem alten Pfadfinderfreund Tobias und seiner Frau Julia durch die Stadt geführt, dass wir alles sehen. 

Dann kam der erste Schultag. Das erste mal haben wir unsere Pastorin Marlene und ihr Team getroffen. Als es dann endlich los ging hieß es für uns “einsteigen und festhalten, die Fahrt beginnt”. Es folgte ein Jahr in dem wir Gott, uns selbst und uns gegenseitig intensiver denn je kennengelernt haben. Wir haben viel gelesen, viel gelernt, viel geweint und viel gelacht. Dabei war es immer unser Fokus, dass Gott der Mittelpunkt unseres Lebens steht und wir lernen wer und was wir in Ihm sind. Eine Freundin von uns hat das Schuljahr mit den Worten “Das is wie eine OP am offenen Herzen ohne Narkose” doch recht gut beschrieben. Wir haben Menschen kennengelernt in einer Tiefe wie nie zuvor und haben Beziehungen geschaffen, die  ein ganzes Leben halten werden. Jeder Abschied nach dem Abschluss war eine emotionale Achterbahnfahrt, immer im Hinterkopf, die Ungewissheit wann man sich das nächste mal sieht oder ob man zum zweiten Jahr wieder zurückkommen werden.

Am 08. Mai hatten wir unsere offizielle Graduation und sind damit seit fast einem Monat fertig mit dem ersten Jahr BSSM. Kurz danach haben wir Christinas Tante in Vancouver, Washington besucht, die sie fast 20Jahre nicht gesehen hat. Danach hieß es packen, entscheiden was über den Sommer in Redding bleiben darf und was nicht, eine neue Bleibe für das nächste Jahr suchen (auch ohne Zusage für das zweite Jahr) und am Ende noch unser Hab und Gut einlagern. Zum Abschluss haben wir noch den Shasta Damm besucht und eine kostenlose Führung gemacht. Dabei haben wir herausgefunden, dass das der zweitgrößte Damm in den USA ist.

Die neue Wohnung?

Als nun feststand, dass wir aus unserem aktuellen Zimmer ausziehen werden hieß es für uns erst einmal die Lage checken was wir denn nächstes Jahr haben wollten falls wir angenommen werden. Am nächsten Morgen hatte Christina die Idee einem bekannten aus Texas zu schreiben weil er noch unsere Handynummern haben wollte um einfacher mit uns kommunizieren zu können. Als sie dabei war ihm zu schreiben hatte sie die Idee ihn zu fragen ob er in Redding vielleicht jemanden kennt, der ein Zimmer zu vermieten hat. Verwundert über ihre Idee hat sie mich gefragt was ich davon halte. Eigentlich mit der Hoffnung ich würde sie davon abhalten, aber irgendwie fand ich die Idee auch nicht so schlecht. Also hat sie ihm geschrieben und gefragt. Keine fünf Mintuen später schriebt er zurück, dass er ne Freundin hat, die für ihren Master-Bedroom ein Ehepaar sucht für das nächste Jahr und wir sollen ihr doch einfach anrufen. Er hat ihr auch direkt von uns erzählt. Abends hat Christina dann mit ihr telefoniert und sie haben ausgemacht, dass wir uns das Zimmer und Haus mal anschauen um zu sehen ob es was für uns wäre. Am nächsten Tag sind wir hingefahren und haben uns alles angeschaut. Wir waren dann am Ende. Fast 3 Stunden bei ihr und haben geredet und beschlossen, dass wir für den Fall, wir werden für das zweite Jahr angenommen bei ihr einziehen. 

Wie geht es denn nun weiter?

Die Wohnung war damit gesichert. Christina hatte ihr Interview für das zweite Jahr kurz nach dem Mission Trip und ich meines zwei Tage nach Schulende. Jetzt hieß es nur noch auf Rückmeldung warten und hoffen, dass wir angenommen werden. Einen Tag danach, am 17. Mai habe ich dann erfahren, dass ich angenommen wurde. Christina hatte bis dahin noch keine Antwort erhalten, also begann für uns eine Zeit in der wir noch gespannter auf die Rückmeldung der Schule warteten. Samstag dann kam die erleichternde Nachricht für Christina: auch sie wurde für das zweite Jahr angenommen! Wir freuen uns beide tierisch auf das was Gott mit uns im zweiten Jahr vorhat und blicken gespannt und vielleicht genauso angespannt in die Zukunft und das nächste Jahr. 

Jetzt kommen wir erstmal zurück, genau gesagt am 01. Juni um 17:50Uhr werden wir in Frankfurt landen und damit endlich wieder deutschen Boden unter den Füßen haben. Wir freuen uns schon richtig darauf euch alle wieder zu sehen und deutsches Essen zu essen. 

Zurück nach Kalifornien geht es für uns dann wenn alles klappt Ende August zum Schuljahresbeginn am 04. September. Bis dahin blicken wir erwartungsvoll auf einen tollen Sommer in Deutschland!

Einen Bericht über unsere Missionsreise nach Israel bekommt ihr dann auch in nächster Zeit. Wir selbst haben sehr lange gebraucht um alles zu verarbeiten und in Worte zu fassen, aber es war eine sehr schöne und intensive Zeit in der wir viel mit Gott erlebt haben.

 

Hier gibt‘s noch einige Bilder unserer letzten Wochen für euch:

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