Katastrophenhilfe Training3 Minuten Lesezeit

Katastrophenhilfe Training3 Minuten Lesezeit

Wie haben vom 15.-17. Februar an einer zusätzlichen freiwilligen Schulung der Katastrophenhilfe der Gemeinde teilgenommen, genannt: Global Response Training. Von 5 möglichen Ausbildungsstufen haben wir die ersten beiden Trainings absolviert. 

Das Ziel von Bethel Global Response ist es, geschulte Response-Teams für den weltweiten Einsatz im Katastrophenfall vorzubereiten. Die Helfer haben alle verschiedene Arten von Erfahrungen, von Studenten bis hin zu Profis. Sie reagieren auf nationale und internationale Katastrophen sowohl mit praktischer, als auch mit übernatürlicher Hilfe. Sie mobilisieren auch Hilfslieferungen, die notwendig sind, um die Bedürfnisse in einer bestimmten Katastrophe zu erfüllen. Seit der Gründung im Jahr 2012 hat Bethel Global Response 2000 Menschen humanitäre Hilfe bei Überschwemmungen, Bränden, Stürmen und Tornados geleistet.

Es war theoretisch, praktisch und interaktiv. Wir haben unter anderem folgendes gelernt:

  • 4 Kategorien in die freiwillige Helfer eingeteilt werden. Abhängig vom Ausbildungsstand
  • Die Rollen und Verantwortungsbereiche der Helfer
  • Was ist eine Katastrophe?
  • Unterschiede von vorhersehbaren, plötzlichen oder menschlich verursachten Katastrophen 
  • viele verschiedenen Zeichen von Stress
  • Vorbereitung auf einen Einsatz (persönlich und als Team)
  • mit welcher Belastung gerechnet werden muss
  • Mögliche Nachwirkungen nach einem Einsatz und was beachtet werden muss
  • Kommunikation
  • Verfahren und Zeitplan eines Einsatzes mit einem Rollenspiel unter Zeitdruck
  • Werkzeuge und Ausrüstung die verwendet werden
  • Vieles zum Thema Sicherheit
  • Lokale Besonderheiten (Kulturelle Sensibilität, Respekt)
  • 5 verschiedene Gefahrenbereichen und welche Helfer in welchem dieser agieren dürfen
  • Verteilung von Hilfsgütern: was dabei zu beachten ist und welche Gefahren bestehen können.
  • Partnerorganisationen
  • Die Beachtung von christlichen Werten bei allem was getan wird

Wir haben ein Rollenspiel gemacht bei dem wir tischweise in die folgenden Rollen einer Einsatzgruppe eingeteilt wurden 

  • Gruppenleiter
  • Pastor
  • Zeugnisse & Information
  • Sicherheit
  • Logistik
  • Administration & Finanzen

In unserem Team hat David als Gruppenleiter eine kurze Anweisung und eine Infomationsmappe mit folgendem Inhalt bekommen: 

  • Stadtplan von einem Katastrophengebiet 
  • Auflistung von Material und Ressourcen 
  • Wetterbericht
  • und weitere nützliche Informationen  

Die Aufgabe war es die Verteilung von Notunterkunft-Bausätzen in einem Erdbebengebiet zu planen. Im Raum gab es verschiedene Stationen an denen man sich Informationen beschaffen konnte z. B.: die örtliche Kirche, Einwohner, Polizei, UN, … usw. . Aber wie im wahren Leben gab es nur wenige klare Informationen über die tatsächliche Lage. Gearbeitet wurde unter Stress und Zeitdruck. Ich war in der Rolle des Pastors und hatte als Ziel die Zusammenarbeit mit der örtlichen Kirchen. Zurück am Tisch wurden alle gesammelten Informationen zusammen getragen jeder hatte eine Minute zeit zum reden. Danach mussten wir aus den spärlichen Informationen einen Einsatzplan für den Tag zusammen stellen. David hat als Gruppenleiter einen sehr guten Job gemacht indem er durchgegriffen hat und für Ordnung gesorgt hat als die Reihenfolge nicht eingehalten wurde und angefangen wurde über die Fakten hinaus zu spekulieren. Es hat riesig Spaß gemacht.

Am letzen Tag durften wir eine Verteilung von Hilfsgütern aus der Perspektive eines bedürftigen erleben um ein solches verfahren besser nachvollziehen zu können.

Dazu hier ein kurzes Video und darunter ein paar Bilder von dem Tag:

 

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